Wer sich in den letzten Wochen in den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen Donaueschingen aufhielt, der musste sich sehr ruhig verhalten. In der sonst so lebhaften Aula des C-Gebäudes war es mucksmäuschenstill. Der Grund: Die diesjährigen Abiturprüfungen am Wirtschaftsgymnasium.
Den Auftakt bildete die schriftliche Abiturprüfung im Fach Biologie, gefolgt von Informatik und Physik. Die Woche darauf mussten die angehenden Abiturienten ihr Wissen im Profilfach BWL / VWL sowie in Deutsch und Englisch unter Beweis stellen. Den Abschluss bildeten die Gesellschaftswissenschaften sowie Mathematik.
Unterstützt mit guten Wünschen von der gesamten Schulgemeinschaft starteten die Absolventen in den Prüfungsmarathon. Doch wie fühlt man sich nach solch einem kognitiven Dauerlauf? Die Einschätzungen sind sehr unterschiedlich.
Luis Jäggle beispielsweise fällt es schwer, seine Eindrücke direkt nach dem Mathematikabitur in Worte zu fassen. Er freue sich nun einfach, dass er die Prüfungen hinter sich gebracht habe und wolle nun mit einem Autocorso durch die Donaueschinger Innenstadt fahren.
Jakob Zdaanjar wird da schon konkreter: „Informatik war für mich ein super Start ins Abitur. Es lief richtig gut“, schwärmt der Abiturient. Sein Wunsch sei es nun, in Mannheim BWL zu studieren und er rechnet sich gute Chancen auf einen der begehrten Studienplätze aus, da er an der KHS bereits das C1-Niveau in Englisch erreichen konnte. „Das gibt Extra-Punkte und verbessert meine Aussichten auf einen Studienplatz enorm“, so Zdaanjar.
Pia Dickert wählte im Deutschabitur den Werkvergleich zwischen Katharina Hackers „Die Habenichtse“ und Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“. In Deutsch und BWL/VWL habe sie ein richtig gutes Gefühl. Nur Mathematik sei bei ihr nicht so gut gelaufen. Insgesamt sei sie aber zufrieden.
„Es war gar nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt“, resümiert Carmen Ebel. Ihrem Empfinden nach waren alle Fächer gut machbar, aber sie sei froh, dass die schriftlichen Prüfungen nun alle überstanden seien. Ihre Pläne nach dem Abitur? „Erst gehe ich für ein Jahr als Au Pair nach Australien und dann mal schauen“, gibt die lächelnde Abiturientin preis.
Text und Bild: Melanie Maier-Hauser